Milwaukee M18 FUEL und Bosch GWS 18V-7 mit 125-mm-Scheiben nebeneinander auf einer Stahlplatte. Milwaukee vs. Bosch Akku-Flex

Lesezeit: ca. 15 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 07.09.2026

Milwaukee vs. Bosch Akku-Flex: 3 Jahre Dauerlast-Praxis 🛠️

Milwaukee und Bosch Akku-Winkelschleifer mit 125-mm-Scheiben im Praxisvergleich
Markus Nowak — Industriemechaniker und Gründer von MachNeuWerkstatt mit über 17 Jahren Praxiserfahrung

Markus | Industriemechaniker | 17+ Jahre Praxis

Warum du diesem Vergleich vertrauen kannst: Ich bin ausgebildeter Industriemechaniker und arbeite seit 2007 täglich mit Elektrowerkzeugen – im Instandhaltungsbereich der Zementindustrie. Beide Geräte gehören mir und sind seit Jahren im echten Einsatz: die Milwaukee seit 3 Jahren mehrmals täglich, der Bosch seit 2 Jahren wöchentlich. Was hier steht, ist erlebt – keine Testwoche, kein Datenblatt-Abschreiben.

Und ehrlich dazu: Da ich mit der Milwaukee deutlich mehr arbeite, sind mir kleine Schwächen am Bosch vielleicht noch nicht aufgefallen. Das sollst du wissen, bevor du meine Einschätzung liest.
Über mich 👉

Die wichtigste Erkenntnis zuerst: Der Akku entscheidet, nicht das Gerät

Nach fünf Gerätejahren mit beiden Marken ist das mein klarstes Ergebnis: Der Akku bestimmt Leistung, Dauer und Freude am Arbeiten. Die Geräte selbst liegen auf einem Top-Niveau – bei Leistung und Qualität ist die Differenz klein. Der spürbare Unterschied entsteht an der Batterie: High-Output- und ProCORE-Akkus ziehen mit voller Leistung durch, bis sie fast leer sind. Standard-Akkus fallen mit zunehmender Laufzeit spürbar ab.

Das dreht die übliche Kaufberatung um. Wer 300 € in ein Spitzengerät steckt und dann einen 2,0-Ah-Standardakku dranhängt, hat weniger Freude als jemand mit dem günstigeren Gerät und einem ordentlichen Akku. Meine Kombinationen im Alltag:

System

Meine Akkus

Verhalten unter Last

Milwaukee M18

8,0 Ah High Output (Favorit) · 5,5 Ah High Output

Leistung bleibt konstant, erst am Ende leichter Abfall – dann ist der Akku leer, nicht das Gerät am Limit

Bosch 18V

ProCORE 8,0 Ah · ProCORE 5,0 Ah

Verhalten identisch zur Milwaukee, Leistungsniveau eine Spur darunter

Standard-Akkus (beide Marken)

normale 18-V-Zellen

Startleistung stark, dann fällt sie mit der Nutzungsdauer ab

👉 Welches Akku-System langfristig zu dir passt und worauf es dabei ankommt: Bester Werkzeug-Akku 2026

🛠️ Aus der Werkstatt: Ein typischer Job bei mir ist ein Flickblech in einer Entstaubungs-Rohrleitung: Schadstelle austrennen, entgraten, Flicken einsetzen, verschweißen. Das läuft komplett mit einem einzigen 8-Ah-Akku in rund 30 Minuten durch – ohne dass das Gerät in die Knie geht. Bei langen Trennarbeiten schaffe ich mit der Milwaukee sogar zwei 8-Ah-Akkus hintereinander, ohne dass sie übermäßig heiß wird.

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Milwaukee vs. Bosch Akku-Flex: die beiden Geräte im direkten Vergleich

Beide Winkelschleifer laufen bürstenlos, beide mit M14-Aufnahme, beide aus aktueller Baureihe. Beide arbeiten mit 125-mm-Scheiben. Der entscheidende Unterschied liegt in der Ausstattung und im Preis: regelbare Drehzahl plus Motorbremse gegen einfache Bedienung – und rund 250–300 € gegen 90–130 € solo. Das sind zwei verschiedene Klassen, und genau deshalb ist die Frage nicht „welche ist besser“, sondern „welche passt zu deinem Einsatz“.

Merkmal

Milwaukee M18 FSAGV125XPDB

Bosch GWS 18V-7

Scheibe

125 mm

125 mm

Drehzahl

3.500–8.500/min (regelbar)

11.000/min (fest)

Motor

FUEL, bürstenlos

bürstenlos

Schalter

Totmannschalter (halten)

Feststellschalter (klassisch)

Motorbremse

RAPIDSTOP

nicht vorhanden

Preis (solo)

ca. 250–300 €

ca. 90–130 €

Meine Rolle dafür

Werkstatt-Arbeitstier, mehrmals täglich

mobiler Begleiter, etwa wöchentlich

Preise Stand September 2026, können variieren.

Milwaukee M18 FUEL im Praxistest – 3 Jahre Werkstatt-Dauerlast

Die Milwaukee M18 FSAGV125XPDB ist bei mir das Gerät für alles, was Leistung braucht: lange Schnitte durch Blech, Rohre halbieren, große ausgebrannte Bleche und Flansche beschleifen, wenn noch Schlacke dranhängt. Und – der Punkt, für den ich die regelbare Drehzahl wirklich nutze – Edelstahl polieren.

Milwaukee M18 FSAGV125XPDB – Auf einen Blick:

✅ Ø 125 mm | Drehzahl: 3.500–8.500/min regelbar | Aufnahme: M14 ✅ FUEL bürstenlos | RAPIDSTOP-Motorbremse | Totmannschalter | Preis: ca. 250–300 € (solo) | Mein Einsatz: 3 Jahre, mehrmals täglich

Milwaukee M18 FUEL Akku-Winkelschleifer neben einer geschweißten Stahlkonstruktion in der Werkstatt

Mein Werkstattgerät seit drei Jahren – hier direkt neben einem geschweißten Werkstück aus dem Instandhaltungsalltag.

Vorteile:

✅ Konstante Leistung über die volle Akkuladung: Mit High-Output-Akkus zieht sie durch, bis der Akku leer ist – nicht das Gerät gibt auf.

✅ Bleibt kühl: Auch zwei 8-Ah-Akkus hintereinander verkraftet sie, ohne übermäßig heiß zu werden.

✅ Regelbare Drehzahl mit echtem Nutzen: Für Edelstahl polieren runterregeln – das kann der Bosch mit festen 11.000/min nicht.

✅ Balance und Akkusitz: Bei schweren Arbeiten wie Schruppen oder Rost abschleifen spürbar besser ausbalanciert.

✅ Totmannschalter: Muss gehalten werden – gewöhnungsbedürftig, aber funktioniert super und fühlt sich sicher an.

Nachteile:

❌ Schalter braucht Eingewöhnung: Wer vom Feststellschalter kommt, muss umlernen. Beim Greifen ist mir die Flex schon mal kurz angeruckt – dann haut die Bremse sofort rein.

❌ Bremse kann die Spannmutter lösen: Zweimal passiert – Details im Warnkasten unten. Kein Defekt, aber ein Verhalten, das man kennen muss.

❌ Preis: Mit 250–300 € solo etwa das Doppelte des Bosch. Für Gelegenheitsnutzer schwer zu rechtfertigen.

❌ Verfügbarkeit schwankt: Genau diese Ausführung ist zeitweise nur mit langer Lieferzeit zu bekommen.

Stolperfalle: Wenn die Motorbremse die Scheibe löst

Das ist mir mit der Milwaukee zweimal passiert und steht in keinem Testbericht: Wenn die Spannmutter nur halbherzig angezogen oder das Gewinde verdreckt ist und du das Gerät nur kurz antippst, reißt die einsetzende RAPIDSTOP-Bremse die Mutter los – die Scheibe fällt herunter. Kein Gerätefehler, sondern Physik: Die Bremse bremst die Spindel, die Scheibe will weiterdrehen.

So vermeidest du es: Spannmutter vor jedem Start richtig festziehen, Gewinde und Spannflansch sauber halten, nach jedem Scheibenwechsel kurz kontrollieren. Bei Geräten mit Motorbremse ist das kein Kleinkram – bei Geräten ohne Bremse verzeiht dieselbe Schlamperei mehr.

Offene Spindel und Spannmutter am Milwaukee M18 FUEL beim Scheibenwechsel

Spindel, Spannflansch und Spannmutter der Milwaukee beim Scheibenwechsel – hier entscheidet sich, ob die Bremse zum Problem wird.

Unterm Strich: Verarbeitung, Leistung und Ergonomie stimmen – ich arbeite ausgesprochen gern mit dem Gerät. Die beiden genannten Punkte sind Eigenheiten, keine Mängel.

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Milwaukee M18 FSAGV125XPDB – 125-mm-Akku-Flex für harte Einsätze Leistungsstarker Akku-Winkelschleifer für regelmäßige und anspruchsvolle Arbeiten. Die regelbare Drehzahl eignet sich zum Trennen, Schleifen und Polieren, während RAPIDSTOP die Scheibe schnell abbremst.

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💡 Die Verfügbarkeit dieser Ausführung schwankt stark. Wenn dort eine lange Lieferzeit steht, lohnt der Blick auf die Set-Varianten oder den Fachhandel – die Technik ist identisch.

Bosch GWS 18V-7 im Praxistest – 2 Jahre als mobiler Begleiter

Der Bosch ist bei mir die Kleine für unterwegs: Wenn ich draußen im Werk längere Wege habe oder kleine Rohr- und Winkelstücke aus dem Materiallager hole, kommt er mit. Eine sehr solide Flex mit klassischem Feststellschalter – genau so, wie man es von den meisten Geräten kennt.

Bosch GWS 18V-7 – Auf einen Blick:

✅ Ø 125 mm | Drehzahl: 11.000/min (fest) | Aufnahme: M14 ✅ bürstenlos | Feststellschalter | Preis: ca. 90–130 € (solo) | Mein Einsatz: 2 Jahre, etwa wöchentlich
*Sachnummer 3 601 JH9 001 – identische Scheibengröße wie die Milwaukee, der Unterschied liegt bei Drehzahl und Ausstattung.

Bosch GWS 18V-7 Akku-Winkelschleifer mit 125-mm-Trennscheibe und ProCORE-Akku vor einem Stahlrohr

Der Bosch GWS 18V-7 mit ProCORE-Akku und 125-mm-Trennscheibe.

Vorteile:

✅ Preis-Leistung: Für rund die Hälfte des Milwaukee bekommst du Qualität, Leistung und lange Freude am Gerät.

✅ Kompakt und leicht: Genau deshalb ist er mein Gerät für lange Wege im Werk.

✅ Vertrauter Feststellschalter: Kein Umgewöhnen, funktioniert wie bei den meisten Flexen.

✅ Gute Balance und Verarbeitung: Solides Gerät ohne Schwächen im normalen Einsatz.

✅ Mit ProCORE ebenbürtig im Verhalten: Zieht mit gutem Akku genauso durch – nur auf leicht niedrigerem Leistungsniveau.

Nachteile:

❌ Keine Motorbremse: Die Scheibe läuft nach dem Loslassen deutlich länger nach als bei der Milwaukee mit RAPIDSTOP.

❌ Keine regelbare Drehzahl: Feste 11.000/min. Für Polierarbeiten fällt er damit aus.

❌ Bei schweren Arbeiten spürbar zurück: Beim Schruppen oder Rost abschleifen sind Balance und Akkusitz beim Milwaukee besser.

❌ Weniger Reserven bei Dauerlast: Im direkten Vergleich liegt das Leistungsniveau eine Spur unter der Milwaukee – im Alltag merkbar erst bei langen, harten Arbeiten.

Ehrlich dazu: Da ich mit der Milwaukee deutlich mehr arbeite, sind mir kleine Schwächen am Bosch vielleicht noch nicht aufgefallen. Nach zwei Jahren wöchentlichem Einsatz kann ich sagen: Er hat mich nie im Stich gelassen. Aber ein Gerät, das täglich läuft, zeigt seine Macken eben schneller als eins, das einmal die Woche rausgeht.

Bosch GWS 18V-7 mit ProCORE-Akku im Arbeitsumfeld einer Zementanlage

Kompakt genug für Wege durchs Werk: der Bosch GWS 18V-7 im echten Industriealltag.

Bosch Professional GWS 18V-7 Akku-Winkelschleifer
  • Komfortable Handhabung durch kompakte, leichte Bauweise
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Scheiben und Verschleiß: Warum die Drehzahl entscheidet

Beide Geräte fahren 125-mm-Scheiben – der Unterschied liegt in der Drehzahl. Und die wirkt sich direkt auf den Verschleiß aus: Eine Beobachtung aus dem Alltag, die viele überrascht, lautet mehr Drehzahl bedeutet weniger Trennscheibenverschleiß. Das klingt widersinnig, ist aber physikalisch erklärbar.

🛠️ Nachgerechnet: Umfangsgeschwindigkeit = π × Durchmesser × Drehzahl. Beide mit 125 mm:
Bosch GWS 18V-7: 11.000/min ≈ 72 m/s
Milwaukee M18 FUEL: max. 8.500/min ≈ 56 m/s

Der Bosch läuft an der Scheibenkante also spürbar schneller. Bei zu niedriger Drehzahl schneidet die Scheibe nicht mehr sauber, sondern reibt – und genau das kostet Material. Wer mit der regelbaren Milwaukee trennt, sollte deshalb nicht unnötig runterregeln: Die niedrigen Stufen sind fürs Polieren gedacht, nicht fürs Trennen. Beide Werte liegen im zulässigen Bereich handelsüblicher Trennscheiben (80 m/s) – prüf trotzdem immer die Angabe auf deiner Scheibe.

Meine Standardbestückung: 1-mm-Trennscheiben für fast alles, selten 2,5 mm. Dazu Fächerscheiben, Schruppscheiben, Drahtigel und Polierscheiben. Und ja – die 1-mm-Scheiben verklemmen sich gelegentlich und zerlegen sich dabei. Das passiert bei beiden Geräten gleichermaßen und liegt an der Scheibe, nicht an der Marke.

Gebrauchte Trenn-, Schrupp-, Fächer- und Diamantscheiben für Winkelschleifer in einer Holzkiste

Mein Scheiben-Mix aus der Praxis: Trenn-, Schrupp-, Fächer- und Diamantscheiben für unterschiedliche Arbeiten.

Stark verschlissene Fächerscheibe am Milwaukee M18 FUEL Winkelschleifer im Detail

Echter Verschleiß statt Studiofoto: eine stark gebrauchte Fächerscheibe am Milwaukee.

Sicherheitsregel beim Scheibenwechsel

Setz nie eine Scheibe auf, die größer ist als der auf dem Typenschild angegebene Maximaldurchmesser. Das M14-Gewinde ist bei 115 und 125 mm identisch, eine größere Scheibe lässt sich also mechanisch aufspannen – die Schutzhaube deckt sie dann aber nicht mehr ab, und genau die ist dein Berstschutz. Und: Achte auf die zulässige Umfangsgeschwindigkeit, die auf jeder Scheibe aufgedruckt ist.

Aus der Werkstatt: Wie du ein festsitzendes Kugellager mit der Flex löst

Ein Trick aus der Instandhaltung, der schon manchen Abzieher gespart hat: Wenn ein Kugellager bombenfest auf der Welle sitzt und nicht abgehen will, hilft die Akkuflex – in dieser Reihenfolge:

  1. Außenring durchtrennen – vorsichtig, bis der Ring aufgetrennt ist
  2. Käfig und Innenring anschneiden – nicht durchtrennen bis auf die Welle
  3. Der Innenring springt auf, sobald die Spannung raus ist – das Lager lässt sich von der Welle ziehen

⚠️ Vorsicht dabei: Lagerringe sind gehärtet – sie splittern, statt sich zu verformen. Schutzbrille und Gesichtsschutz sind hier Pflicht, nicht Empfehlung. Und schneide nie ganz bis auf die Welle durch: Ein Kerbschnitt in der Welle macht sie zum Bruchkandidaten. Lieber anschneiden und den Rest mit Meißel oder Spannung aufreißen lassen.

Akku-Flex oder Kabel: Was reicht wirklich?

Für zu Hause und den normalen Alltag braucht heute niemand mehr eine Flex mit Stecker. Mit einem ordentlichen Akku arbeitest du frei von Kabel und Steckdose – und das auf einem Leistungsniveau, das vor zehn Jahren undenkbar war.

Milwaukee M18 Winkelschleifer, Geradschleifer und Baustellenradio am Werkzeugwagen

So hängen die Geräte bei mir im Alltag: Flex, Geradschleifer und Baustellenradio am Werkzeugwagen.

Ehrlich bleibt aber auch: Im echten Dauerbetrieb auf Arbeit merkt man den Unterschied zu einer professionellen Kabel-Flex – bei Drehmoment und Drehzahl. Wer acht Stunden am Stück schruppt, arbeitet mit Kabel entspannter. Für alles darunter ist die Akku-Flex die klar bequemere Lösung.

Fazit: Wer welche Flex kaufen sollte

Nach fünf Gerätejahren fällt mein Urteil klar aus – und es ist kein Punktesieg, sondern eine Zuordnung nach Einsatz:

🔨 Wenn du Spitzenleistung brauchst und ständig flext:

👉 Milwaukee M18 FUEL. Wenn dein Gerät möglichst nah an eine Kabel-Flex herankommen und täglich liefern soll, ist sie die richtige Wahl. Konstante Leistung über die ganze Akkuladung, bleibt kühl, regelbare Drehzahl für Polierarbeiten – und die beste Balance bei schweren Schrupparbeiten. Der Preis ist Premium, die Leistung auch.

💰 Wenn du ab und zu alltägliche Arbeiten machst:

👉 Bosch GWS 18V-7. Für gelegentliche Flex-Arbeiten ist er eine sehr gute Wahl: Qualität, Leistung und lange Freude am Gerät – zum halben Preis. Und mit 125-mm-Scheiben deckt er dieselben Arbeiten ab wie die Milwaukee – nur ohne regelbare Drehzahl und Motorbremse.

🔋 Und in beiden Fällen gilt:

👉 Spar nicht am Akku: High Output bei Milwaukee, ProCORE bei Bosch. Wer beim Gerät 150 € spart und die dann in einen guten Akku steckt, hat unterm Strich mehr davon als umgekehrt. Der Akku entscheidet über Leistung, Dauer und Freude beim Arbeiten – das ist die Erkenntnis aus fünf Jahren mit beiden Marken.

Zu Reparatur und Service kann ich aus eigener Erfahrung wenig sagen: Bei mir war bisher kein Gerät defekt. Was ich aus dem Kollegenkreis höre, ist bei beiden Marken unproblematisch – aber das ist Hörensagen, keine eigene Erfahrung.

Das passt dazu:

Mach es neu. Mach es selber. 🛠️

Wann keins von beiden das richtige Gerät ist

Ehrlich: Für die meisten sind beide zu viel Gerät.

Wenn du ein paar Mal im Jahr ein Rohr kürzt oder Fliesen schneidest, zahlst du hier für Dauerlast-Reserven, die du nie abrufst. Dann reicht die Klasse darunter — und die kenne ich auch aus eigener Hand.

Eigenbesitz:

Meinen Einhell AXXIO 18/125 nutze ich privat für alles, was zu Hause anfällt. Der macht alles, was zu Hause anfällt. Was er nicht macht: stundenlang unter Volllast laufen, ohne heiß zu werden. Genau dafür sind die beiden oben gebaut.

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Markus – Industriemechaniker Markus · Industriemechaniker · 17+ Jahre Werkstatt-Praxis. Akku-Erfahrung aus Beruf, Werkstatt und eigenen Projekten – ohne Marketing-Gelaber.
Mach es neu. Mach es selber. 🔧
Markus Nowak — Industriemechaniker und Gründer von MachNeuWerkstatt mit über 17 Jahren Praxiserfahrung

Über den Autor

Markus · Industriemechaniker seit 2007 · Gründer von MachNeuWerkstatt.de. Beide Winkelschleifer in diesem Vergleich gehören ihm und sind seit Jahren im Instandhaltungsalltag der Zementindustrie im Einsatz. Wenn er ein Werkzeug selbst getestet hat, sagt er das explizit – und wenn nicht, ebenfalls.

FAQ: Akku-Winkelschleifer Milwaukee vs. Bosch

Beide sind gut – sie sind nur für unterschiedliche Einsätze gemacht. Die Milwaukee M18 FUEL ist das Gerät für den täglichen Einsatz mit Spitzenleistung, der Bosch GWS 18V-7 die solide Wahl für gelegentliche Arbeiten zum halben Preis. Bei Leistung und Qualität liegen beide auf hohem Niveau; der spürbare Unterschied entsteht eher über den Akku als über das Gerät. Meine Aufteilung nach fünf Jahren: Milwaukee in der Werkstatt, Bosch für unterwegs.

Für zu Hause und den normalen Alltag reicht die Akku-Flex problemlos. Mit einem 8-Ah-Akku der High-Output- oder ProCORE-Klasse bekommst du eine Leistung, die für Trennen, Entgraten, Schleifen und Entrosten völlig ausreicht. Erst im echten Dauerbetrieb – acht Stunden schruppen am Stück – merkt man den Unterschied zu einer professionellen Kabel-Flex bei Drehmoment und Drehzahl. Für alles darunter gewinnt die Akku-Variante über den Komfort.

Nimm die Leistungsklasse, nicht die Standardzellen. Bei Milwaukee heißt das High Output, bei Bosch ProCORE. Der Unterschied ist im Betrieb deutlich: Standard-Akkus starten stark und fallen mit zunehmender Laufzeit ab, High-Output- und ProCORE-Akkus ziehen mit voller Leistung durch, bis sie fast leer sind. Meine Empfehlung für die Flex: 8,0 Ah – guter Kompromiss aus Laufzeit und Balance am Gerät. 5,0 bis 5,5 Ah funktionieren ebenfalls und sind leichter.

Entscheidend ist die Umfangsgeschwindigkeit an der Scheibenkante – und damit die Drehzahl. Läuft die Scheibe zu langsam, schneidet sie nicht mehr sauber, sondern reibt: Das erzeugt Wärme statt Span und frisst Material. Bei 125 mm kommt der Bosch mit festen 11.000/min auf rund 72 m/s, die Milwaukee bei maximal 8.500/min auf etwa 56 m/s. Wer mit regelbarer Drehzahl arbeitet, sollte beim Trennen oben bleiben und nur zum Polieren runterregeln. Dazu kommen Anpressdruck und Material: Wer drückt statt schneiden zu lassen, verbraucht deutlich mehr Scheiben.

Das liegt an der Motorbremse in Kombination mit einer nicht richtig festgezogenen Spannmutter. Ist die Mutter nur halbherzig angezogen oder das Gewinde verdreckt, kann die einsetzende RAPIDSTOP-Bremse die Mutter losreißen – die Scheibe fällt herunter. Mir ist das zweimal passiert. Kein Gerätefehler, sondern Physik: Die Bremse stoppt die Spindel, die Scheibe will weiterlaufen. Abhilfe: Spannmutter immer richtig festziehen, Gewinde und Spannflansch sauber halten und nach jedem Scheibenwechsel kurz kontrollieren.

Deutlich länger, als die meisten erwarten. Ein typischer Reparaturjob bei mir – Schadstelle aus einer Rohrleitung austrennen, entgraten, Flicken einsetzen und verschweißen – läuft komplett mit einem 8-Ah-Akku in rund 30 Minuten durch. Bei längeren Trennarbeiten schaffe ich mit der Milwaukee zwei 8-Ah-Akkus hintereinander, ohne dass das Gerät übermäßig heiß wird. Entscheidend ist auch hier die Akkuklasse: Mit Standardzellen sind es spürbar weniger Schnitte.

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